Business-Studierende besuchen das Bundesministerium der Finanzen in Berlin
Am 23. April besuchte eine Gruppe von Business-Studierenden einen besonders spannenden Ort in Berlin: das Bundesministerium der Finanzen.
Die Exkursion fand im Rahmen des Kurses Introduction to Economics von Prof. Dr. Erick Behar-Villegas statt und bot den Studierenden die Möglichkeit, einen direkten Einblick in die praktische Arbeit des Ministeriums zu erhalten. Im Mittelpunkt standen Fragen rund um Steuern, öffentliche Ausgaben und die Finanzierung des Staates – insbesondere vor dem Hintergrund der Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern.
Auch das Gebäude selbst machte den Besuch besonders eindrucksvoll. Seine Geschichte reicht bis zum ehemaligen Preußischen Kriegsministerium zurück. Teile des Gebäudes überstanden die Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg. Später spielte es auch in der Geschichte der DDR – der Deutschen Demokratischen Republik – eine wichtige Rolle: Am 7. Oktober 1949 wurde hier die DDR gegründet.
Während des Besuchs konnten die Studierenden diese historische Vielschichtigkeit des Gebäudes erleben. Gleichzeitig wurde deutlich, wie aktuell die Themen sind, mit denen sich das Bundesministerium der Finanzen täglich beschäftigt: Wie wird der Staat finanziert? Wie werden öffentliche Mittel verteilt? Und welche Rolle spielt Finanzpolitik in einer modernen Volkswirtschaft?
Im Kurs Introduction to Economics beschäftigen sich die Studierenden zunächst mit den Grundlagen der Mikro- und Makroökonomie. Darauf aufbauend lernen sie zentrale Aspekte der Fiskal- und Geldpolitik kennen. Die Fiskalpolitik umfasst vor allem Steuern und öffentliche Ausgaben – also genau jene Themen, die zur Kernarbeit des Bundesministeriums der Finanzen gehören. Die Geldpolitik hingegen liegt im Verantwortungsbereich der Europäischen Zentralbank in Frankfurt und befasst sich unter anderem mit Zinssätzen und der Geldmenge.
Ergänzend zum Besuch des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie mit Prof. Dr. Mantel bildete diese Exkursion einen weiteren wichtigen Teil einer praxisnahen Policy-Tour. Gleichzeitig erinnerte der Besuch daran, wie eng Politik, Wirtschaft und Geschichte in Berlin miteinander verbunden sind. Besonders sichtbar wurde dies auch durch die direkte Nachbarschaft des Ministeriums zum Bundesrat, der an der Gesetzgebung in Deutschland beteiligt ist, sowie zum Berliner Senat, der Regierung des Landes Berlin.
Bei Whitecliffe University of Applied Sciences – Berlin International ist es Teil unseres Selbstverständnisses, die Stadt als Lernraum zu begreifen. Wir möchten unseren Studierenden ermöglichen, Berlin nicht nur als Studienort, sondern auch als historischen, politischen und gesellschaftlichen Kontext zu erleben.
Denn wirtschaftliches Denken endet nicht im Seminarraum. Es entsteht auch dort, wo Geschichte, Politik und gesellschaftliche Verantwortung sichtbar werden. Mit einer internationalen Perspektive, kritischem Denken und der Kraft des Storytellings möchten wir unsere Studierenden dazu ermutigen, die Welt nicht nur zu verstehen, sondern sie aktiv mitzugestalten.