Mohit Srivastava Research Colloquia
Exploring the barriers and drivers of ESG in the German Mittelstand:
Kurzbiografie des Referenten:
Mohit Srivastava ist Associate Professor für Strategy & Entrepreneurship an der EM Normandie Business School (Frankreich). Er promovierte im Bereich International Business an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen–Nürnberg und absolvierte einen MBA an der Universidad Carlos III de Madrid. Seine Forschung untersucht die Internationalisierungsstrategien von Unternehmen (insbesondere aus Schwellenländern), nachhaltige Lieferketten und ESG-Offenlegung sowie die organisatorischen Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz und digitaler Finanzierung. Mohit hat in Fachzeitschriften wie Business Strategy and the Environment, Technological Forecasting & Social Change, Journal of Business Research, Corporate Social Responsibility and Environmental Management, Journal of Cleaner Production sowie Business Ethics, the Environment & Responsibility publiziert. Darüber hinaus ist er Mitglied von Editorial Boards, Gutachter für führende Fachzeitschriften und Autor mehrerer Teaching Cases.
Datum: 08.04.2026
Ort: Studio 3
Referent: Mohit Srivastava
Abstract:
Diese qualitative Studie untersucht die Einführung von Environmental, Social und Governance (ESG) in mittelständischen deutschen Maschinenbau- und Anlagenbauunternehmen. Auf Grundlage semi-strukturierter Interviews identifiziert die Forschung zentrale Hindernisse bei der Umsetzung von ESG, darunter Herausforderungen im Bereich Human Resources, konzeptionelle Unklarheiten, rechtliche Komplexität, fehlende Standardisierung sowie Druck zur schnellen Implementierung. Gleichzeitig werden treibende Kräfte aufgezeigt, wie Kundenanforderungen, Talentgewinnung, der Einfluss von Rating-Agenturen, intrinsische Motivation, Engagement der Führungsebene sowie regulatorische Vorgaben. Besonders hervorzuheben ist, dass sich Gewinn- und Verlustauswirkungen (P&L) als doppelte Einflussgröße erweisen, die sowohl als Hindernis als auch als Treiber wirken.
Die Studie schlägt ein Best-Practice-Modell vor, das klare Verantwortlichkeiten, Zentralisierung sowie die Integration von ESG in bestehende Prozesse umfasst. Weitere Empfehlungen beinhalten die Entwicklung eines Business Case für ESG, die Beteiligung an branchenspezifischen Netzwerken sowie die Ausrichtung an etablierten Rating-Agenturen. Diese Forschung liefert strategische Erkenntnisse für nachhaltige Geschäftspraktiken im Kontext des Mittelstands und zeigt Implikationen für Politik und Unternehmen auf, indem gezielte Maßnahmen zur Reduzierung von Barrieren und zur Stärkung der Treiber von ESG vorgeschlagen werden.