2051- Everything Turned Out Rather Well
Studierendenausstellung · Interdisziplinäres Designprojekt
Am 27.–28. Januar 2026 wurde 2051 (Everything Turned Out Rather Well) als Ausstellung studentischer Arbeiten der Berlin International University of Applied Sciences im Aedes Metropolitan Laboratory in Berlin präsentiert.
Die Ausstellung lud die Besucher*innen dazu ein, sich das Jahr 2051 als einen Moment vorzustellen, in dem sich alles überraschend gut entwickelt hat. Ökologische Zusammenbrüche, soziale Fragmentierung und politische Polarisierung – die prägenden Krisen des frühen 21. Jahrhunderts – erschienen hier als ferne Erinnerungen. Ausgehend von dieser imaginierten Zukunft stellte die Ausstellung eine zentrale Frage:
Wie sind wir hierher gekommen?
Entwickelt im Rahmen des Interdisziplinären Designprojekts von BI arbeiteten die studentischen Projekte mit der Methode des Backcastings: Ausgehend von einem utopischen Jahr 2051 wurde rückwärts gedacht, um jene Handlungen und Entscheidungen im Jahr 2026 zu identifizieren, die diese möglichen Zukünfte ermöglicht haben könnten. Die Arbeiten nahmen fünf konkrete Orte in Berlin als Ausgangspunkt – den Landwehrkanal, die A100, die Warschauer Brücke, den Westhafen und das Stadion Alte Försterei – und waren in lokale Kontexte, reale Handlungsräume und interdisziplinäre Zusammenarbeit eingebettet.
In einer Zeit, in der Zukunftsentwürfe häufig von Katastrophenszenarien dominiert werden, reflektierte die Ausstellung die politische und kulturelle Wirkmacht von Hoffnung – und das Träumen als Akt des Widerstands.
Der Eröffnungsabend am Dienstag, 27. Januar, wurde von Begrüßungsworten von Dunya Bouchi, Prof. Yüksel Pöğün-Zander, PhD, Prof. Lukas Staudinger, Barbora Demovič, Jeannette Riedel sowie dem studentischen Kurator*innenteam begleitet.
Am Mittwoch, 28. Januar, war die Ausstellung öffentlich zugänglich und wurde durch Führungen und Performances ergänzt. Den Abschluss bildete der Aedes Lab Talk #44 mit dem Titel Democratic Education, Space for Cooperation, Collaboration and Compromise.
Zum Projektteam von 2051 (Everything Turned Out Rather Well) gehörten Aïda Chraibi, Amira Djemli, Andrius Prilepskij, Asya Halise Yilmaz, Chiara Clarissa Bausch, David Moldovan, Dominika Jaszowska, Dominykas Kriauza, Ekaterina Kim, Elena Kilchitskaya, Elizabete Celombitko, Era Merovci, Erika Kitabayashi, Faraz Khalid Syed Mohammed, Ferzan Dokumacı, Gunnhildur Karen Bridde, Hanul Yim, Ieva Sitkauskaite, Jada Cazabon-Dyer, Kalina Todorova, Katherine Feldmann, Klea Celmanaj, Laman Gasimova, Laura Smektalska, Luna Newman, Maya Kappler, Oriana Winiarski, Paula Gispert Pijuan, Rūdolfs Kirhners, Sena Naib Yassin, Sophia McNamara und Sveinn Eyfjörð Svanþórsson.
2051 (Everything Turned Out Rather Well) war eine Kooperation zwischen der Berlin International University of Applied Sciences und dem Aedes Metropolitan Lab. Das interdisziplinäre Designprojekt wurde von Studierenden der Fakultät Architektur und Design entwickelt und von Prof. Lukas Staudinger (Architektur), Jeannette Riedel (Innenarchitektur) und Barbora Demovič (Grafikdesign und Visuelle Kommunikation) konzipiert und betreut.
Photo credits: Orhan Kolukisa, Gudrun Palsdottir